Erlebbare Wissenschaften

28.1.2019

Digitale Welt – Programmierung von Mikrocontrollern mit Snap!
Studierende des Seminars „Lehren und Lernen an außerschulischen Lernorten“ gestalten Aktionstag am Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg


Kooperationsprojekt „Erlebbare Wissenschaften“ am Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI) mit der Arbeitsgruppe didaktik-aktuell der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Im Rahmen der diesjährigen Projekttage des DAIs wurden Schulklassen unter dem Motto „erlebbare Wissenschaften- Schule mal anders!“ eingeladen sich von Studierenden der PH Heidelberg in das Thema „Mikrocontroller – Potenziale, Anwendungen und einfache Programmierung mit Snap!“ einführen zu lassen. 

Erlebbare Wissenschaften ist ein Projekt des DAI Heidelberg in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Universität Heidelberg.
Die teilnehmenden Schulklassen werden zunächst von WissenschaftlerInnen in das jeweilige Thema eingeführt, anschließend stehen die Studierenden den Schülerinnen und Schülern mit Rat und Tat bei der Bewältigung ihrer Aufgaben zur Seite.

Ziel dieses Projekt ist es ein experimentelles Format zu schaffen, welches neue Formen der Wissensvermittlung ermöglicht. Kinder sollen in spielerischen Interaktionen einen Einblick in die Welt der Wissenschaft erhalten. Durch dieses Format sollen sowohl die Lernenden als auch die Lehrenden neue Ansätze und Erfahrungen sammeln.

Auch die Arbeitsgruppe didaktik-aktuell unter der Leitung von Prof. apl. Dr. Nicole Marmé und Dr. Jens-Peter Knemeyer (www.didaktik-aktuell.de) war mit dem Thema Digitale Welt vertreten und gestaltete jeweils einen Projekttag für Schulklassen der SRH Stephen-Hawking-Schule und des Bunsen-Gymnasium Heidelberg am DAI.

Am Vormittag ging es für die Schülerinnen und Schüler mit einem Vortrag über Naturwissenschaften und Mikrocontroller: Potenziale, Anwendungen und einfache Programmierung mit Snap! von Dr. Jens- Peter Knemeyer los. Im Anschluss wurden die Schülerinnen und Schüler in kleine Gruppen aufgeteilt und auf die fünf Projekte der Studierenden der Pädagogischen Hochschule Heidelberg verteilt.
Diese hatten zuvor im Seminar „Lernen und Lehren in außerschulischen Lernorten“ von Prof. apl. Dr. Nicole Marmé verschiedene Aufgaben mit der grafischen Programmierumgebung Snap! konzipiert, die die Kinder möglichst eigenständig lösen sollten.
So entstanden zum Beispiel Projekte wie Der große Carrera Preis - Wer snapt sich den Titel? Hierbei konnten die Schülerinnen und Schüler die Rundenzeit der Modellautos mittels einer selbst zu programmierenden Lichtschranke messen.
Im Projekt Stausee ging es darum, einen Sensor so zu programmieren, dass ab einem bestimmten Wasserspiegel eine LED aufleuchtet, so dass der Ablauf des Stausees geschlossen wird. Weitere Projekte beschäftigten sich mit einer elektronischen Einparkhilfe, Temperaturmessungen und Bewegungsmeldern.

Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Studierenden haben viel gelernt und hatten großen Spaß. Studentin Ina gab zu, dass es ihr am Anfang schwer viel, die Aufgaben altersgerecht zu entwickeln und zu programmieren, aber jetzt sei sie sehr zufrieden mit ihrem Ergebnis und freue sich, dass die Kinder ihre Aufgabe so gut verstehen und lösen können.
Und falls es doch mal zu Rückfragen kam, standen Ina und ihre Kommilitonen den Schülern mit gezielten Tipps zur Seite.

Auch die Schülerinnen und Schüler waren rundum zufrieden. Laila und ihre Freundinnen würden sich solche Aufgabenmodelle auch im Informatikunterricht an der Schule wünschen, da sie so die direkten Auswirkungen ihrer Programmierung sehen und selbst überprüfen können, ob das, was sie programmiert haben funktioniert.
Tabitha und Nele hatten in der Schule keinen großen Spaß am Informatikunterricht; er war ihnen zu theoretisch. Nach ihrem Besuch im DAI wünschen sie sich auch praktischeren Unterricht, etwas zum „anfassen“, um das Programmierte besser zu verstehen.

Marmé zieht ebenfalls ein positives Fazit und sicherte bereits zu, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. „Das Format der Erlebbaren Wissenschaften ist eine große Bereicherung für die Studierenden, da sie sich nicht nur intensiv mit einem relevanten Thema auseinandersetzen und eigene Projekte entwickeln, sondern diese auch unter Realbedingungen testen können und zusätzliche Erfahrungen im Schülerumgang sammeln. Und wenn die Schülerinnen und Schüler ebenfalls Spaß haben, ist es eine klassische Win-Win-Situation, die ich auch weiterhin fördern und unterstützen möchte.“